EFD Europäischer Freiwilligendienst

Das Ökologische Schullandheim Spohns Haus ist als Aufnahmeorganisation und Entsendeorganisation für den europäischen Freiwilligendienst beim EU-Förderprogramm „Europäischer Solidaritätskorps (ESK)“ akkreditiert.

Seit 2012 absolvieren jedes Jahr Jugendliche aus unseren europäischen Partnerländern ihr Freiwilligenjahr in Spohns Haus. Während des Aufenthaltes sammeln sie Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und erhalten dazu einen Einblick in die verschiedenen Fachabteilungen unserer Einrichtung.

Unsere Freiwilligen unterstützen unsere Umweltpädagogen in Planung, Organisation und Durchführung unserer Bildungsangebote, speziell auch in Projekten des multinationalen Austauschs. Die Freiwilligen setzen sich intensiv mit dem Begriff der Bildung für Nachhaltige Entwicklung auseinander und erlernen im Rahmen unserer Projekte nicht nur Probleme aufzuzeigen, sondern auch gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Der Aufenthalt in Deutschland bietet selbstverständlich auch eine tolle Möglichkeit, vorhandene Sprachkenntnisse zu verbessern oder ganz mit dem Erlernen der Deutschen Sprache zu beginnen.

Wozu eigentlich eine europäisches Freiwilligenjahr? 

Das Ziel des Europäischen Freiwilligendienstes ist es, Solidarität und Verständnis der EU-Bürger im Verhältnis zu ihren europäischen Nachbarn zu fördern. Die größte Zahl der EFD-Projekte ist daher  im sozialen Bereich angesiedelt. Daneben finden sich auch viele Projekte in den Bereichen Jugendförderung, Umweltschutz und Kultur.

Welche Vorraussetzungen muss ich mitbringen?

Wer an einem EFD Projekt teilnehmen will, muss mindestens 16 und darf maximal 30 Jahre alt sein. Die Mitarbeit in einem Projekt ist auf  die Dauer von mindestens 2 bis maximal 12 Monaten ausgelegt.

Entstehen Kosten für die Teilnahme? 

Die Teilnahme am EFD ist für die Freiwilligen weitgehend kostenlos. Man erhält freie Unterkunft und Verpflegung und zusätzlich ein Taschengeld von ca. 150 Euro im Monat. Die Höhe des Taschengeldes variiert von Einsatzland zu Einsatzland. Die Impf- und Visakosten werden ebenfalls komplett übernommen. Zudem erhält man die Möglichkeit kostenfrei an einem Sprachkurs teilzunehmen.  Die An- und Abreisekosten zur Einsatzstelle werden bezuschusst und können je nach Höhe bis zu 100 Prozent übernommen werden.

Der erste Schritt: Entsendeorganisation

Im ersten Schritt  muss der potenzielle Freiwillige eine Entsendeorganisation (Sending organisation) suchen. Die Aufgabe der Entsendeorganisation ist es, den Freiwilligen auf seinen Dienst vorzubereiten und seinen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Sie unterstützt mitunter bei der Erledigung aller Formalitäten, wie beispielsweise beim beantragen eines notwendigen Visums oder dem Abschluss der Krankenversicherung.

Weiterhin unterstützen Sie die Freiwilligen bei der Suche nach einer Einsatzstelle und der dortigen Bewerbung.

Viele Entsendeorganisation haben oft nur begrenzte Kapazitäten, wählen die potenziellen Freiwilligen nach bestimmten, unterschiedlichen Kriterien aus und entsenden Freiwillige nur in bestimmte Partnerprojekte. Andere Organisationen hingegen betreuen prinzipiell alle Bewerber und entsenden in sämtliche Projektländer.

Oft müssen Freiwillige mehrere Entsendeorganisationen kontaktieren und ein Bewerbungsverfahren durchlaufen, ehe sie eine passende Organisation finden.

Du interessierst dich für ein Freiwilligenjahr und suchst eine passende Entsendeorganisation? Wir von Spohns Haus bereiten dich gerne auf deinen Aufenthalt vor und helfen dir bei der Suche nach einem passenden Partner. Wir besitzen gute Kontakte nach Frankreich und Polen, sind aber auch gerne bereit in andere Länder zu unterstützen.

Bei Interesse wende dich bitte an:  sarah.hellmann@spohnshaus.de

Aufnahmeorganisation

Im zweiten Schritt bewirbt sich der Freiwillige direkt bei einer Aufnahmeorganisation.  Vorab erfahren sie dort auch Einzelheiten zu den Bewerbungsfristen und dem allgemeinen Bewerbungsverfahren, das von Organisation zu Organisation unterschiedlich ausgestaltet ist. In der Regel beinhaltet die Bewerbung einen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben, den Bewerbungsbogen der jeweiligen Entsendeorganisation sowie eventuell ein Empfehlungsschreiben (etwa vom Lehrer, Pfarrer oder dem Vorstand eines Vereins, bei dem man sich ehrenamtlich engagiert).

Aus den Bewerbungen wählt die Aufnahmeorganisation – unter Umständen auch in Absprache mit der Entsendeorganisation – die passendsten Bewerber aus, die dann von dem Projektveranstalter zu einem Bewerbungsgespräch per Telefon oder Internet eingeladen werden.

Du hast Interesse an einem europäischen Freiwilligenjahr in Deutschland und möchtest im Umweltbildungsbereich mitarbeiten? Bei Interesse wende dich bitte an: sarah.hellmann@spohnshaus.de

Weitere Informationen zum europäischen Freiwilligendienst findest  Du Hier.

Unsere Freiwillige 2019-2020

Unsere europäischen Freiwilligen 2019-2020

Hallo Ihr Lieben!

Hier sind Kacper und Anya. Wir kommen aus Polen und der Ukraine. Unser Europäischer Freiwilligendienst in Spohns Haus hat im Oktober 2019 angefangen.
Wir wohnen zusammen in einer Wohngemeinschaft, die drei Minuten von Spohns Haus entfernt ist. Unsere Tätigkeit ist Unterstützung der Pädagogen sowie die Mitarbeit in der Verwaltung.
Das bedeutet, dass unsere Arbeit kreativ und sehr abwechslungsreich ist.
Wir machen alles – von Honig  schleudern bis Fotos für Pressearbeit, von Übersetzung bis Plakate für Messen.
Weil wir in einem Schullandheim arbeiten, hatten wir im Rahmen des Projektes vielen Möglichkeiten bei verschiedenen Austauschprojekten mit Kinder nach Frankreich, Luxemburg und Frankfurt zu fahren. Es war super interessant und spannend.
Am Anfang haben wir Fahrräder zur Verfügung gestellt bekommen, deswegen entdecken wir auch die Natur im umliegenden Biosphärenreservat Bliesgau. Hier gibt es viele spannende Orte zu entdecken.

Unser Freiwilligenprojekt neigt sich langsam dem Ende zu, aber wir durften eine Menge für uns positiver Erfahrungen sammeln.